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Kirchzarten Ultra-Bike-Marathon - Odilienberg Born to ride PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Keller, Marcus   

1200 Kilometer im Sattel und alles in allem über 60 Stunden unterwegs, die Strapazen, die sich Eisenbeis auferlegt sind enorm.An den verschiedensten Fronten waren die Fahrer des RC Villingen im Einsatz. Neben dem Interstuhl-Cup (wir berichteten) war die Mountainbike-Fraktion in Kirchzarten vertreten und Julian Eisenbeis zog es nach Odilienberg etwa 35 Kilometer südlich von Strasbourg. Born to ride hieß die Veranstaltung, die von Odilienberg bis zum Mont Aigoual in den Cevennen führte. Nicht weniger als 1200 Kilometer galt es für die Teilnehmer zu bewältigen. Einen kurzen Abstecher gab es dabei auch zum Blauen, die Strecke führte weiter in die Schweizer Alpen über Grimsel- und Simplonpass zum Mottarone zwischen Lago Maggiore und Ortasee. Durch die Poebene ging die Strecke über Turin hinauf zum Col de Montgenevre. Dann wurden die Alpen wieder verlassen, um über die Provence während der Nacht zum Mont Ventoux zu gelangen. Weitere 200 Kilometer durch die Hitze Südfrankreichs standen vor den Fahrern ehe sie das Ziel hinauf auf den Gipfel des Mont Aigoual erreichten. Was das Rennen besonders schwierig machte war die Tatsache, dass keine Hilfe von aussen in Anspruch genommen werden durfte. So mußten sich die Fahrer unterwegs ihre Verpflegung kaufen, ihre Flaschen auffüllen oder auch mal einen warmen Happen zu sich nehmen. Dies kostete natürlich entsprechend Zeit. Doch da alle mit diesem Problem kämpften war dies für die Platzierungen nicht entscheidend. Bei der ersten Kontrolle befand sich Eisenbeis im Mittelfeld der 107 Starter. Bei der zweiten Kontrolle nach knapp der Hälfte des Rennens hatte er sich auf Platz 6 vorgearbeitet. Nach der dritten Kontrolle lag er auf Platz 4. Danach hatte er allerdings stark mit dem Schlafmangel und dem Sekundenschlaf zu kämpfen, was ihn dann schlussendlich einen Platz zurückfallen ließ. Mit einer Gesamtzeit inkl. aller Pausen von 69 Stunden und 40 Minuten war er mit dem ausgezeichneten 5. Platz sehr zufrieden.

In Kirchzarten traf sich die Elite der Mountainbiker zum Ultra-Bike-Marathon. Bei besten äußeren Bedingungen gingen insgesamt knapp 4000 Fahrer an den Start in den verschiedenen Klassen und Distanzen. Die Stimmung an der Strecke, anspruchsvolle Abfahrten und lange Steigungen in schönster Schwarzwald Atmosphäre machen diesen Marathon zu einem Magneten für professionelle Mtbler bis hin zu Fahrern mit dem olympischen Gedanken dabei sein ist alles. Viele nützten diesen Ultra Marathon auch als Generalprobe für die WM am kommenden Wochenende in Singen. Und so ging es dann von Anfang an richtig zur Sache, die Cracks drehten den Gashahn auf und absolutes Leiden war angesagt. Auf der kürzesten Strecke dem Short Track über 42 Kilometer vertrat Andrej Fendel die Farben des RC. In seiner Altersklasse erreichte er den respektablen 7. Platz. Platzierungstechnisch getoppt wurde er von Philipp Bucher, der es in der Hauptklasse über die Power Track Strecke von 89 Kilometer schaffte als toller 6. Platzierter über den Zielstrich zu fahren. Hakan Bostan kam auf den 40. Platz seiner Klasse über die 42 Km Strecke. Silvio Müller versuchte sich auf dem Speed Track Kurs über 52 Kilometer und erreichte das Ziel als 16. seiner Klasse. Roland Kienzler suchte einmal mehr die Topherausforderung und fuhr die Ultra-Marathon-Strecke über 117 Kilometer und 3150 Höhenmeter. Allein in seiner Altersklasse kamen knapp 300 Fahrer in die Wertung und da konnte sich sein 14. Platz sehen lassen. Mit 20 Fahrern am Start von drei grundverschiedenen Veranstaltungen mit Treppchenplätzen und weiteren Topplatzierungen konnte man beim RC 1886 Villingen zufrieden auf ein erfolgreiches Wochenende zurückblicken. 22.06.17